Neben den eher passiven Dehnungen im Yin Yoga werden aktive Übungen aus dem Faszientraining und die Arbeit mit einer Faszienrolle und Faszienbällen praktiziert. Dabei werden v.a. die Bänder und Sehnen gekräftigt bzw. das Lymphsystem angesprochen, welches sich im oberflächigen Fasziengewebe befindet.

Die Faszien als hochelastische und flexible Bestandteile des Bindegewebes, die alle Muskeln und Organe in Form eines sehr anpassungsfähigen Netzwerks umhüllen, haben eine große Bedeutung für die Beweglichkeit unseres Körpers. Durch zu wenig Bewegung, einseitige (Fehl)Belastung oder auch durch Stress können die Faszien verkleben oder verhärten, was die Beweglichkeit der Muskeln und Funktion der Organe einschränkt. Wir fühlen uns steif und unwohl – ein Kreislauf mit schmerzhaften Folgen.

Die medizinische Forschung hat in den vergangenen Jahren die Bedeutung und Trainierbarkeit dieser bindegewebigen Strukturen auch wissenschaftlich nachgewiesen. Diese reagieren nicht auf schnelle, rhythmische, kurze Reize wie beim Muskeltraining, sondern auf langsame, sanfte, lang anhaltende Trainingsreize wie Dehnung oder Druck beim Yoga. Die Übungen, die das gewährleisten, kommen aus dem Faszientraining kombiniert mit Yin Yoga. Dabei kommen aktive federnde und schwingende Übungen zum Einsatz sowie passive Übungen aus dem Yin Yoga, die meist im Sitzen oder Liegen mit Unterstützung von verschiedenen Hilfsmitteln wie Kissen, Klötzen und Gurten entspannt gehalten werden.

Ergänzend wird auch mit einer Faszienrolle gearbeitet, die das oberflächige Bindegewebe von Verhärtungen löst und den Körper in seiner Entgiftung unterstützt. In Verbindung mit bewusstem Atem führt dies zu einer verbesserten Körperwahrnehmung, Erweiterung des Bewegungsspielraums sowie zu gesteigertem Wohlbefinden und Entspannung.

 

Kursleiterin: Shanti Grit Wade

neuer Kurs 10×60 min. ab Februar:
Donnerstag: 17:45 – 19.15 Uhr